Bauhof beim Gehölzschnitt und mit Baumkletterer unterwegs

Wichtige Tätigkeiten müssen in der kalten Jahreszeit erledigt werden. Ein wichtiges Kriterium ist hier die sogenannte „Vogelschutzzeit“, in welcher der Landesbund für Vogelschutz in Bayern e. V. das Schneiden von Bäumen, Sträuchern und Hecken zwischen 1. März und 30. September untersagt.

So sind unsere Mitarbeiter vom Bauhof neben Räum- und Streuarbeiten zurzeit mit dem Gehölzschnitt beschäftigt. Für die schweren und spektakulären Baumschnitte leisten die Baumkletterer Manfred Härtl und Hermann Prölß vom Maschinenring Unterstützung.

Die Naturschutzbehörde legt  schon bei der Planung eines neuen Baugebietes Ausgleichsflächen (Rückzugsgebiete) für Tiere und Pflanzen fest. Diese Biotopflächen grenzen oft direkt an Wohngebiete, wie z. B. im Baugebiet Grün oder Baugebiet Viehhof. Der Rückschnitt solcher Gehölze kann nur in Ausnahmefällen durch eine Genehmigung der Unteren- bzw. Höheren Naturschutzbehörde erfolgen.

Solche Gehölze stehen unter besonderen Schutz, prägen unseren Ort und schaffen Lebensraum und Nahrungsquelle für zahlreiche Wild-Tierarten. Nicht zuletzt liefern sie uns wertvollen Sauerstoff, wirken auf Windgeschwindigkeiten ein, vermindern den Lärm, schützen vor intensiver Sonneneinstrahlung und Regen. Heiße, staubige Luft wird durch Verdunstung über die Blätter gekühlt, gefiltert, befeuchtet und bodennah zurückgeführt.

Unser Ziel ist es, die Gehölzbestände, insbesondere die Großbäume im Ort zu erhalten.

Jede größere Schnittwunde birgt für den Baum ein erhöhtes Risiko einer Pilzinfektion und macht ihn anfälliger für Schädlinge und Krankheiten. Er verliert seine Vitalität und wird somit nach und nach zum Problembaum, der die Sicherheit durch z. B. herabstürzendes Totholz gefährdet. Einen solchen Baum zu erhalten ist sehr zeitintensiv und teuer!

Weißt ein Baum bereits Schäden auf, werden diese im Zuge der Baumkontrolle festgehalten und je nach Dringlichkeit beseitigt.

Im folgenden, ein kurzer Einblick darüber, was wie oft geschnitten wird:

Zu beachten gilt hier, dass diese Gehözbestände nicht als Biotop kartiert sind oder bereits eine Genehmigung von der zuständigen Naturschutzbehörde vorliegt.

 Einmal im Jahr:

  • Sträucher im Straßenbegleitgrün, z. B. Weidener Str.
  • Heckenelemente und Ziersträucher im Friedhof
  • Aussichtsplattform am Basaltkegel
  • Obstbäume, z. B. im Schlossgarten und neben den Fuß- und Radweg an der Scharlmühlstraße

Alle 3 Jahre:

  • Feldhecken, z. B. unterhalb von Veilchen- und Rosenweg, Grünthal
  • Bäume im Straßenbegleitgrün

Hinweis:

Eigenmächtige Kappungen an Straßenbäumen werden mit Geldbußen von bis zu 10.000 Euro geahndet – wenn sie nicht von der Naturschutzbehörde genehmigt wurden. Diese Genehmigung kann als Eigentümer nur der Markt Parkstein bewirken und sie wird nur dann erteilt, wenn die Verkehrssicherheit der Bäume beeinträchtigt ist.

Öffnungszeiten Rathaus:

Di/Do. 8 - 12 Uhr, Mi. 14 - 18:30 Uhr

Bürgermeistersprechzeiten:
Di. 11 - 12 Uhr und Mi. 17 - 18:30 Uhr

Termine: Tel. +49 (0)9602 - 616390